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RigCat mit Fldigi oder wie steuere ich den TRX fern.

| 7 Kommentare

Hallo liebe Funkfreunde,

nach einigen Contestwochenenden, möchte ich heute mal wieder etwas über FLDIGI schreiben.

Im folgenden soll es um die Thematik der Steuerung eines TRX hier speziell der TS590S gehen. Zugrunde liegt folgendes Problem, als Antennengeschädigter Funkamateur nutze ich häufiger die Clubstation zum funken. Da ich nun natürlich nicht der einzige bin der die Anlagen nutzt, stehe ich immer wieder vor dem Problem das Funkfreund A SSB Betrieb macht und entspechende Einstellungen im Menü macht, z.B. Kompressor, Equalizer etc., Funkfreund B ist CW Spezialist und tätig ebenfalls seine Einstellungen. Bisher gab es für jede Konstellation eine Setupdatei in der von Kenwood gelieferten Steuersoftware für den TS590, welche jeweils geladen werden musste um die richtigen Einstellungen für den jeweiligen Betriebsmodus zu haben. Dieses Vorgehen ist ziemlich umständlich da jedesmal die Steuersoftware gestartet werden mußte und beim laden alle Menüs neu geschrieben werden.

Fldigi bietet hier eine elegante Möglichkeit direkt in Menüs zu schreiben. Das Kommando heißt <RIGCAT>, damit ist es möglich direkt die Menüs zu setzen die für den Digitalmode benötigt werden, das geht direkt aus dem Programm heraus und es muß nicht erst noch eine zweite Software gestartet werden etc.

Um RIGCAT nutzen  benötigt man das Manuel mit den RIGCAT Kommandos des jeweiligen TRX. Für TS590 hier:

TS590S Command

Die Kommandosyntax ist wie folgt: <RIGCAT:[„text“][hex …]:ret>  RIGCAT steht für Catkommando senden, wenn der TRX seine Kommandos als Text versteht nutzt man die Gänsefüsschen oder je nach TRX Typ ohne Anführungszeichen als Hexadezimal Code. Beendet wird das Kommando mit doppelpunkt – ret für Return. Das Kommando wird dann beim aufrufen des Macros sofort ausgeführt. Im folgenden nun zwei Beispiele für den TS590S, zuerst wollen wir die Frequenz 14070,0 kHz für den VFO-A einstellen. Alle Kommandos beginnen beim TS590 mit zwei Buchstaben und enden mit einem Semikolon als Befehlsendezeichen.

Befehlsaufbau TS590S

Befehlsaufbau TS590S

 Am Beispiel Frequenz setzen finden wir in der Anleitung auch den Hinweis das die Frequenz ohne Komma und immer mit Elf Stellen angegeben werden muss.  Also lautet unser Kommando für 14070 kHz FA00014070000; und als FLDIGI Kommando

<RIGCAT:“FA00014070000;“:ret>

Mit EX werden Einstellungen im Menü vorgenommen, wichtig beim Arbeiten mit Fldigi ist, daß der Equalizer und der Kompressor ausgeschaltet werden, sonst ist der Gartenzaun im Spektrum vorprogrammiert. Dies erreicht man mit dem Kommando

<RIGCAT:“EX03000000;“:ret>

im Menü Nummer 30 wird mit Null der Equalizer deaktiviert.  Im folgenden Bild seht ihr einige Einstellungen die ich sende. Findet selbst mit der Anleitung heraus was  alles eingestellt wird.

RIGCAT Macro Fldigi

RIGCAT Macro Fldigi

Bis zum nächsten mal wünsch viel Spass mit Fldigi

73 de DJ9ZZZ Tom

7 Kommentare

  1. Hallo Allerseits!

    Kann man ‚rigctl‘ unter Linux auch als eigenständiges Programm beziehen?

    Lg.
    Wolf

    • Ich meine natürlich ‚rigcat‘ und nicht ‚rigctl‘

      73 de Wolf

    • Hallo Wolf,
      leider nein! Es handelt sich bei RIGcat um ein Kommando welches im Makrobefehlssatz zur Verfügung steht.
      In der LINUX – Version von FLDIGI sollte der Befehl aber zur Verfügung stehen. Leider habe ich keine Linuxversion von FLDIGI am laufen, aber die Makrobefehlssätze sollten gleich sein, würde mich schwer wundern wenn nicht.
      Wenn du nur einen TRX fernsteuern möchtest, gibt es noch das Programm flrig, auch für linux.

      Gruss Thomas DJ9ZZZ

  2. Hallo Thomas,
    kannst Du mir vielleicht weiter helfen ?
    FLDIGI-LOGBUCH
    ich lade meine qso-daten in eqsl hoch und habe dann in der LOG/OUT BOX eine kontrolle was raus gegangen ist und in der IN BOX den bestätigten qsl eingang.
    eqsl hat in den listen
    1) graue einträge (benutzer nicht registriert)
    2) abgeschattete einträge (eqsl vom empfänger betrachtet und archiviert)
    3) rote einträge (ungültig)
    ich kann nun von eqsl einen ADI-file erzeugen und downloaden – da sollte alles enthalten sein was auf eqsl passiert ist.
    es gibt nun mit fldigi – logbuch die möglichkeit diesen eqsl-adi-file zu laden. wie muß ich das logbuch einstellen um die bestätigten eqsl zu sehen – oder geht das vermutlich nicht !?!
    ich habe dann noch einen packen papier-qsl-karten die ich in das fldigi-logbuch „einpflegen“ müßte.
    oder wie machts du das ?
    danke und vy 73 de dieter dl2xm

    • Hallo Dieter,
      also ich nutze hier HamOffice als Logbuchprogramm, da diese Software wesentlich mehr Möglichkeiten bietet mit QSL Karten umzugehen, auszuwerten, etc. Da ich zum Beispiel vom HamOffice aus direkt auf eqsl.cc zugreifen kann und meine e-qsl abrufen. Auch kann man mit diesem Progamm die Karten selbst als JPEG Datei downloaden etc…. Wenn du mit FLDIGI arbeiten willst, würde ich bei QSL Received im FLDIGI Logbuch das jeweilige Datum eingeben Format ist 20140402 , damit hat man dann egal ob Papier oder E-QSL den Nachweiß das eine Bestätigung vorliegt.

      73 de DJ9ZZZ Thomas

  3. Hallo Thomas,
    Erst mal vielen Dank für die Hilfe von vor ein paar Wochen. Fldigi läuft ufb..
    Nur ein kleines Problemchen stört mich noch. Für mein Gefühlt dauert der Umschaltvorgang von SENDEN auf EMPFANG etwas zu lange .Geschätzte 3-4Sekunden. Habe alles schon durchforstet ,aber nicht gefunden wo man das einstellen kann.
    Ich arbeite mit einem Flex-6500 und SmartSDR.xml-Datei.
    Vielen Dank im Voraus.
    vy 73 de Ludwig DK7UC..

    • Hallo Ludwig,
      leider kann ich da nicht weiterhelfen, da ich keinen Flex 6500 mein eigen nenne.
      Man kann nur bei den Makros Delayzeiten einstellen, da ich aber davon ausgehe das du in deinen Makros solche Delayzeiten nicht verwendest. (WAIT:NN delay xmt für nn Sekunden ist das Tag)
      Vermute ich mal das das an deinem Rechner liegt oder an dem FlexRadio, denn dadurch das es sich um SDR Geräte handelt, dürfte dein Rechner eh schon eine Meng zu tun haben, dazu kommt dann noch FLDIGI. Probiere doch einmal folgendes, deaktiviere im FLDIGI und wenn vorhanden in der Software vom FLEXRADIO die Wasserfall-Darstellungen, die sind meistens die größten Leistungsfresser. Wenn sich dann die Umschaltzeiten verkürzen, weißt du das es am Rechner liegt.
      Ansonsten fällt mir dazu nichts weiter ein.
      73 de DJ9ZZZ

      p.s. zuerst den Wasserfall in der Flexradiosoftware abschalten, sollte das schon genügen und die Umschaltzeitverkürzen, wäre das Ziel schon erreicht, da man den beim Digitalfunken eh nicht benötigt. Hat man ja im FLDIGI 😉

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